Kernsysteme, kritische Ausfallrisiken und ein Bankbetrieb, der keine Unterbrechung erlaubt: Bei der MCE Bank musste die Infrastruktur grundlegend neu gedacht werden. Entstanden ist eine neue Umgebung über zwei Rechenzentren, aufgebaut im laufenden Betrieb.

Kunde:
MCE Bank
Branche:
Finanzwesen
Projektlaufzeit:
12 Monate

Bei der MCE Bank, rund 200 Mitarbeiter, laufen geschäftskritische Fachapplikationen auf einer zentralen Infrastruktur. Als mehrere Kernkomponenten das End of Life erreichten — kein Herstellersupport, keine Sicherheitsupdates, keine Ersatzteile — war klar: Der Weiterbetrieb ist kein Plan, sondern ein Aufschub. Verschärft wurde die Lage durch Single Points of Failure in der bestehenden Architektur. Bei einem Ausfall hätte es keinen Failover gegeben. Für eine Bank, die regulatorischen Anforderungen an Verfügbarkeit und Nachvollziehbarkeit unterliegt, ist das ein Zustand, der sich nicht aussitzen lässt.
Die Aufgabe ging über einen Hardware-Tausch hinaus. Es galt, die gesamte Kern-Infrastruktur unter den spezifischen Bedingungen des Bankensektors neu aufzubauen.
"Die Infrastruktur lief noch, aber das Risiko war nicht mehr vertretbar. Entscheidend war für uns, dass der Neuaufbau planbar blieb: mit klarer Dokumentation, abgestimmten Wartungsfenstern und einer Umgebung, deren Stabilität am Ende nachweisbar war."
Björn Hippmann
Head of IT

Sysfacts hat den Neuaufbau über zwölf Monate begleitet — vom Lagebild über Architektur und Beschaffung bis zur Migration und Verifikation, gemeinsam mit dem internen IT-Team.
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End of Life ist ein Zeitproblem, kein Technikproblem. Die Komponenten liefen noch. Aber mit jedem Monat wurde das Risikofenster größer. Wer wartet, bis tatsächlich etwas ausfällt, hat keine kontrollierte Migration mehr vor sich, sondern ein Notfallprojekt unter Zeitdruck. Die MCE Bank hat das Fenster genutzt, solange es offen war.
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Im regulierten Umfeld entscheidet die Dokumentation über den Projekterfolg. Eine Migration, die technisch sauber läuft, aber nicht revisionssicher dokumentiert ist, kann im nächsten Audit zum Problem werden. Bei der MCE Bank war die Protokollierung fester Bestandteil jedes Arbeitsschritts — nicht nachgelagert, sondern parallel.
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Redundanz auf dem Architekturdiagramm und Redundanz im Betrieb sind zwei verschiedene Dinge. Zwei Rechenzentren, vollredundante Switch Fabric, Metro Cluster — ob das im Ernstfall funktioniert, zeigt sich erst im Test. Die gemeinsame Verifikation mit dem gesamten Team und das Reporting in KPIs hat den Unterschied gemacht zwischen einer Architektur, die redundant gebaut ist, und einer, die nachweislich redundant funktioniert.
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