IT als Wachstumsplattform statt Bremse: Wie MTS Maschinenbau seine globale Expansion absicherte

Mit internationalem Wachstum und einem neu übernommenen Standort reichte die historisch gewachsene IT von MTS Maschinenbau nicht mehr aus. Das Unternehmen stellte seine Infrastruktur neu auf, ohne die Produktion dafür anzuhalten.

Kunde:

MTS Maschinenbau GmbH

Branche:

Maschinenbau

Projektlaufzeit:

12 Monate

MTS Maschinenbau entwickelt und baut Automatisierungslösungen für die Fahrzeug- und Batterieproduktion und gehört in seinem Segment zu den international führenden Anbietern. Nach Expansionsschritten und einer Standortübernahme war klar, dass die historisch gewachsene IT-Infrastruktur, inklusive zentraler Dienste wie Active Directory und Exchange, dem globalen Anspruch des Unternehmens nicht mehr gerecht wurde. Mehrere Kontinente, mehrere Zeitzonen, Produktion mit harten Lieferzusagen: Die IT war nicht mehr Träger der Strategie, sondern ein Risiko für sie. Weitermachen hätte bedeutet, Wachstumsentscheidungen mit jedem Monat schlechter abzusichern.

Herausforderung

Die Aufgabe war kein Hardware-Tausch, sondern eine Neuausrichtung. IT-Architektur, zentrale Dienste und Betriebsmodell mussten neu gedacht werden, ohne den globalen Produktionsbetrieb zu gefährden.

  • Wachstum überholt die Plattform: Die bestehende Infrastruktur war für ein lokal aufgestelltes Unternehmen gebaut, nicht für ein global agierendes. Mit jeder neuen Standortintegration und jedem neuen Prozess wurde die Lücke zwischen Anspruch und Plattform größer.
  • Veraltete zentrale Dienste: Active Directory und Exchange waren über Jahre gewachsen, nicht geplant. Sicherheitsrisiken, Inkonsistenzen und fehlende Skalierbarkeit machten sie zu einer Belastung für die Stabilität des Tagesgeschäfts.
  • Produktion ohne Toleranz für Stillstand: Automatisierungslösungen werden auf Termin geliefert. Eine längere IT-Unterbrechung hätte sich direkt in Lieferverzögerungen, Vertragsrisiken und Vertrauensverlust übersetzt.
  • IT ohne strategisches Bild: Die IT wurde als operative Funktion geführt, nicht als Hebel für das Geschäftsmodell. Das passte nicht mehr zu einem Unternehmen, dessen Wettbewerbsvorteile zunehmend an Daten, Automatisierung und Standortintegration hängen.
Kundenstimme

„Die Zusammenarbeit mit Sysfacts hat sich als strategische Entscheidung erwiesen. Die Modernisierung selbst war professionell umgesetzt. Genauso wichtig ist, wie Sysfacts seitdem als verlässlicher Partner an unserer Seite steht. Das gibt uns die Sicherheit, unsere Wachstumsziele zu verfolgen, ohne uns um die IT-Stabilität sorgen zu müssen."

Ines Kunz

Kaufmännische Leitung

Lösung

Sysfacts hat über zwölf Monate die IT-Architektur von MTS neu aufgesetzt: Lagebild, Zielarchitektur, Migration und Betriebsmodell aus einer Hand.

  • Lagebild vor Lösungswahl: Vor jeder Architekturentscheidung stand die Analyse: Welche Anwendungen sind kritisch, wo liegen Abhängigkeiten, wo sind Sicherheitslücken, wo blockieren bestehende Strukturen die Expansion. Erst danach wurde über Technologie entschieden.
  • Zielarchitektur auf Microsoft S2D: Die neue Plattform basiert auf einer hyperkonvergenten Infrastruktur mit Microsoft Storage Spaces Direct. Skalierbar, redundant ausgelegt und kompatibel mit dem bestehenden Microsoft-Stack des Unternehmens.
  • Active Directory und Exchange neu gedacht: Beide zentralen Dienste wurden nicht gepatcht, sondern nach aktuellen Best Practices neu konzipiert. Damit verschwinden Altlasten, die in den nächsten Jahren sonst weiter Aufwand und Risiko produziert hätten.
  • Sicherheit als Designprinzip: Eine strikte Netzwerksegmentierung und ein mehrstufiges Disaster-Recovery-Konzept reduzieren die Angriffsfläche und sichern die geschäftskritischen Systeme nicht nur konzeptionell, sondern getestet.
  • Migration im laufenden Betrieb, Betrieb in Partnerschaft: Die Umstellung erfolgte minutiös geplant und ohne nennenswerte Beeinträchtigung der Produktion. Nach Abschluss hat MTS den Betrieb der Plattform an Sysfacts übergeben. Die interne IT konzentriert sich seitdem auf strategische Themen statt auf operative Last.

Nutzen

  • Geschäftsrisiko deutlich reduziert: Die neue Plattform hat die Single Points of Failure der alten Landschaft aufgelöst. Produktionsausfälle durch IT sind kein latentes Risiko mehr, sondern ein adressierter Punkt.
  • Globales Wachstum integrationsfähig: Neue Standorte und neue Mitarbeitende lassen sich nahtlos einbinden. Was vorher individuelle Projekte waren, ist heute ein definierter Prozess auf einer einheitlichen Plattform.
  • Sicherheit auf aktuellem Stand: Active Directory, Exchange, Netzwerk und Backup sind nach aktuellen Standards aufgesetzt. Audits und Sicherheitsfragen lassen sich aus dem System belegen, nicht aus Annahmen.
  • Interne IT für strategische Themen frei: Mit der Betriebsübernahme durch Sysfacts ist im internen Team Kapazität entstanden, die direkt in geschäftsnahe Initiativen fließt.
  • Wettbewerbsfähigkeit langfristig abgesichert: In einem Markt, in dem Innovationsgeschwindigkeit und Lieferfähigkeit über Aufträge entscheiden, ist die Plattform heute Teil des Wettbewerbsvorteils, nicht mehr seine Begrenzung.
Lessons Learned

L - 001

Wachstum macht Schwächen einer Plattform sichtbar, die im lokalen Betrieb noch verzeihlich waren. Eine IT, die für drei Standorte gut genug war, ist für sieben oft nicht skalierbar, sondern strukturell ungeeignet. Bei MTS hat die Entscheidung, das Problem auf Architekturebene anzugehen statt mit lokalen Verbesserungen, den entscheidenden Unterschied gemacht.

L - 002

Zentrale Dienste wie Active Directory und Exchange sind keine Hintergrundthemen. Sie sind das Fundament jeder Sicherheits- und Compliance-Aussage. Wer hier mit historisch gewachsenen Strukturen weiterfährt, gibt jede spätere Audit-Diskussion in fremde Hand. MTS hat dieses Fundament bewusst neu gegossen, statt es zu kaschieren.

L - 003

Ein Betriebsmodell ist Teil der Architektur, nicht ein nachgelagertes Thema. Welche Plattform tragfähig ist, hängt auch daran, wer sie betreibt. Die Entscheidung von MTS, den Betrieb an Sysfacts zu übergeben, ist nicht aus Mangel an interner Kompetenz entstanden, sondern aus einer klaren Priorisierung: Die internen Kräfte gehören dorthin, wo sie für das Geschäft direkten Mehrwert erzeugen.

L - 004

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