VMware-Ablösung mit Wissenstransfer: Wie die Hanebutt Gruppe in sechs Wochen auf Proxmox VE wechselte

Die veränderte VMware-Lizenzierung machte Open Source für die Hanebutt Gruppe plötzlich zu einer sehr konkreten Option. Gemeinsam wurde Proxmox so aufgebaut, dass das eigene Team die neue Plattform nach sechs Wochen selbst betreiben konnte.

Kunde:

Hanebutt Gruppe

Branche:

Bauwirtschaft

Projektlaufzeit:

6 Wochen

Die Hanebutt Gruppe ist ein etablierter Akteur in der Bauwirtschaft, mit IT-Strukturen, die das Tagesgeschäft tragen müssen. Mit den Veränderungen rund um VMware wurde Lizenzpolitik vom Hintergrundthema zur strategischen Frage: Wie viel Abhängigkeit von einem einzelnen Hersteller ist tragbar, wenn sich Konditionen und Roadmap kurzfristig ändern können. Die Antwort des Unternehmens war ein bewusster Wechsel auf Proxmox VE. Der Haken: Das nötige Spezialwissen war intern noch nicht vorhanden, und ein hastiger Wechsel ohne Begleitung hätte das Geschäft direkt getroffen.

Herausforderung

Die Aufgabe war kein reiner Plattformtausch. Die Hanebutt Gruppe wollte Unabhängigkeit gewinnen, ohne in der Umsetzung Risiko aufzubauen.

  • Strategische Abhängigkeit reduzieren: Die bestehende Bindung an einen einzelnen Hersteller wurde im Kontext der jüngsten Marktveränderungen zum strategischen Risiko. Die neue Plattform musste diese Bindung lösen, nicht durch eine neue ersetzen.
  • Migration ohne internes Spezialwissen: Proxmox VE war im Haus noch nicht etabliert. Eine eigenständige Migration ohne externe Begleitung hätte Projektrisiken erzeugt, die in keinem Verhältnis zum strategischen Nutzen gestanden hätten.
  • Betriebskontinuität nicht verhandelbar: Die IT trägt operative Prozesse im Tagesgeschäft. Ein Wechsel mit Unterbrechungen war kein akzeptabler Preis für strategische Unabhängigkeit.
  • Kein Know-how-Vakuum nach der Umstellung: Eine Migration, nach der das interne Team ohne den Dienstleister nicht arbeitsfähig ist, hätte die Abhängigkeit nur verschoben, vom Hersteller zum Implementierer. Das Ziel war Souveränität, nicht eine neue Bindung.
Kundenstimme

„Durch Sysfacts konnten wir unsere alten Hypervisoren in Richtung Proxmox VE migrieren, als wir im Haus noch kein eigenes Know-how hatten. Sie standen uns jederzeit mit Rat und Tat zur Seite, sodass die Migration in kürzester Zeit abgeschlossen wurde. Für uns ist die kompetente Zusammenarbeit ein klarer Benefit."

Daniel Moreno Leal

Leiter IT-Infrastruktur & -Service

Lösung

Sysfacts hat die Migration über sechs Wochen begleitet, mit klarem Auftrag: Plattform wechseln, internes Team befähigen, keine Abhängigkeit hinterlassen.

  • Lagebild und Migrationsplan vor Werkzeugwahl: Bestandsaufnahme der bestehenden VMware-Umgebung, Klärung der Abhängigkeiten und Definition der Migrationsschritte. Die Reihenfolge war Ergebnis der Analyse, nicht einer Standardvorlage.
  • Proxmox VE als bewusste Zielarchitektur: Die neue Plattform basiert auf Proxmox Virtual Environment. Die Wahl folgt aus dem strategischen Ziel der Hanebutt Gruppe: offener Stack, transparente Lizenzlogik, Betrieb unter eigener Kontrolle.
  • Coaching parallel zur Migration: Das IT-Team der Hanebutt Gruppe war nicht Empfänger der Lösung, sondern Mitumsetzer. Sysfacts hat die Migration nicht nur durchgeführt, sondern die handelnden Schritte erklärt, dokumentiert und gemeinsam mit dem Team geprobt.
  • Migration im laufenden Betrieb: Der Wechsel erfolgte ohne nennenswerte Unterbrechung des operativen Geschäfts. Geplante Wartungsfenster wurden eingehalten, Rückfallpunkte vor jedem Schritt definiert.
  • Abnahme mit klarer Übergabe: Nach Abschluss der Migration war das Ergebnis nicht nur eine laufende Proxmox-Plattform, sondern ein internes Team, das sie eigenständig betreibt, anpasst und weiterentwickelt.

Nutzen

  • Strategische Unabhängigkeit erreicht: Die Hanebutt Gruppe ist nicht mehr an die Lizenzpolitik eines einzelnen Herstellers gebunden. Entscheidungen über Skalierung, Roadmap und Betrieb sind wieder im Haus.
  • Internes Team voll handlungsfähig: Das IT-Team betreibt die Proxmox-Umgebung heute eigenständig. Kein Spezialvertrag, keine Wartungsabhängigkeit, kein Ticket pro Routineaufgabe.
  • Schnelle Wirksamkeit: Sechs Wochen vom Projektstart bis zur abgeschlossenen Migration. Der wirtschaftliche Effekt wurde im Quartal sichtbar, nicht im nächsten Geschäftsjahr.
  • Geringere Betriebskosten: Die neue Plattform reduziert laufende Lizenzkosten und vereinfacht den Betrieb. Der Effekt ist messbar, ohne die Architektur zu vereinfachen.
  • Belastbare Wissensbasis: Die gemeinsam erarbeitete Dokumentation ist Grundlage für den Regelbetrieb und für zukünftige Erweiterungen. Wissen ist Teil des Unternehmens geworden, nicht Eigentum eines Dienstleisters.
Lessons Learned

L - 001

Strategische Entscheidungen über Plattformen wirken nur, wenn sie auch operativ getragen werden können. Eine Open-Source-Wahl ohne internen Aufbau verschiebt die Abhängigkeit lediglich. Die Hanebutt Gruppe hat den richtigen Weg gewählt: Plattformwechsel und Kompetenzaufbau in einem Schritt.

L - 002

Externes Wissen ist sinnvoll, wenn es zeitlich begrenzt ist und Wissen hinterlässt. Wer einen Partner über die Migration hinaus für alle Routinetätigkeiten braucht, hat nicht migriert, sondern Verantwortung delegiert. Bei der Hanebutt Gruppe war Befähigung von Anfang an Teil des Auftrags, nicht ein optionales Add-on.

L - 003

Sechs Wochen sind keine Sprintleistung, sondern das Ergebnis sauberer Vorbereitung. Was von außen schnell wirkt, basiert auf Lagebild, klaren Schritten und definierten Rückfallpunkten. In Projekten dieser Größenordnung entscheidet die Vorarbeit, nicht das Tempo am Tag des Cutovers.

L - 004

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